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Bericht aus der Marktgemeinderatssitzung vom 13. Oktober 2026

Am Dienstag, den 13. Oktober 2026, fand die öffentliche Sitzung des Marktgemeinderates Mantel statt. Die Mitglieder der AfD waren entschuldigt abwesend, die übrigen Marktgemeinderatsmitglieder waren anwesend.

Im Mittelpunkt standen die Verabschiedung des Haushalts 2026, die Finanzplanung bis 2029, eine erneute Änderung der Geschäftsordnung sowie zahlreiche Anfragen zur Entwicklung unserer Gemeinde.

Das Wichtigste aus der Sitzung

Haushalt 2026: Mit einem Haushaltsvolumen von rund 12,94 Millionen Euro plant Mantel umfangreiche Investitionen. Gleichzeitig werden die finanziellen Rücklagen nach aktueller Planung bis Ende 2026 auf rund 148.000 Euro sinken. Für die Jahre 2026 bis 2029 sind insgesamt 5,14 Millionen Euro an neuen Krediten vorgesehen.

Zukunft Mantels: Die Bürgerliste fordert eine gemeinsame Entwicklungsstrategie für 2030/2035 mit nachvollziehbaren Kriterien zur Priorisierung kommunaler Projekte.

Stellenplan: Ein Antrag der Bürgerliste, die nicht ausreichend begründete Höherbewertung einer Beamtenstelle von A11 auf A12 zu streichen, wurde mit 7 zu 5 Stimmen angenommen.

Geschäftsordnung: Die finanziellen Entscheidungsbefugnisse des Ersten Bürgermeisters wurden in einem weiteren Bereich von 11.000 auf 17.000 Euro erhöht. Die Bürgerliste stimmte dagegen.

Bürgerversammlung: Nach wiederholten Nachfragen und einem schriftlichen Antrag der Bürgerliste wurde der 26. November 2026 als Termin bekanntgegeben.

Weitere Diskussionen: Unter anderem ging es um Baugrundstücke an den Schlossäckern, die Stellungnahme von 2. Bürgermeister und 3. Bürgermeisterin über Situation im Rathaus, die Berichterstattung über die Sitzungen und die geplante Biovergärungsanlage.

TOP 85 – Genehmigung der Niederschrift

Die Niederschrift der öffentlichen Sitzung vom 10. September 2026 wurde einstimmig genehmigt.

TOP 86 – Vereidigung eines Marktgemeinderatsmitglieds

Lukas Reil (CSU) wurde als neues ehrenamtliches Mitglied des Marktgemeinderates vereidigt.

TOP 87 – Haushalt 2026

Wie steht Mantel finanziell da und wofür wird unser Geld eingeplant?

Kämmerin Frau Fütterer stellte den Haushaltsplan 2026 ausführlich vor. Dabei ging es nicht nur um die Einnahmen und Ausgaben des laufenden Jahres, sondern auch um die geplanten Investitionen bis 2029.

Der Markt Mantel steht vor umfangreichen Investitionen. Gleichzeitig werden die finanziellen Reserven deutlich kleiner und weitere Kreditaufnahmen notwendig.

Damit auch Bürgerinnen und Bürger ohne Haushaltskenntnisse die Entwicklung nachvollziehen können, haben wir die wichtigsten Zahlen, Projekte und Diskussionen zusammengefasst.

1. Wie viel Geld hat Mantel 2026 zur Verfügung?

Der gesamte Haushalt 2026 umfasst rund 12,94 Millionen Euro.

Ein Gemeindehaushalt besteht aus zwei Bereichen:

  • Laufender Haushalt (Verwaltungshaushalt): Hier werden unter anderem Steuereinnahmen, Personalkosten, Straßenunterhalt, Kinderbetreuung und der Betrieb öffentlicher Einrichtungen erfasst.
  • Investitionshaushalt (Vermögenshaushalt): Hier werden größere Investitionen und Anschaffungen finanziert, etwa Straßenbau, Gebäudesanierungen und Fahrzeuge.
Haushaltsbereich-------------------------Geplante Summe 2026
Laufender Haushalt------------------------------------- 7.414.400 €
Investitionshaushalt-------------------------------------5.522.250 €
Gesamthaushalt-------------------------------------12.936.650 €

Zur Finanzierung des Investitionshaushalts sind unter anderem folgende Mittel vorgesehen:

Finanzierung-------------------------------------------Betrag
Neue Kredite--------------------------------------------1.170.000 €
Entnahme aus angesparten Rücklagen---------------1.801.250 €
Geld aus dem laufenden Haushalt----------------------593.700 €

Weitere Einnahmen stammen unter anderem aus Fördermitteln, Beiträgen und anderen Investitionseinnahmen.

Nach der ersten Haushaltsberatung wurden noch Änderungen eingearbeitet. Unter anderem wurden die Mittel für die Straßenbaumaßnahme Ossangerweg um 150.000 Euro erhöht und beim Feuerwehrhaus zusätzlich 382.000 Euro an erwarteten Fördermitteln berücksichtigt. Gleichzeitig wurde die geplante Kreditaufnahme auf 1,17 Millionen Euro reduziert und die Kredittilgung erhöht.

2. Unsere Rücklagen – was ist aus dem finanziellen Polster geworden?

Die allgemeinen Rücklagen lassen sich vereinfacht mit dem Sparguthaben der Gemeinde vergleichen.

Dieses Geld wurde in vergangenen Jahren angesammelt und kann beispielsweise für Investitionen, unerwartete Ausgaben oder finanziell schwierige Zeiten verwendet werden.

Jahresende-------------------------- Allgemeine Rücklage
2016------------------------------------------rund 1,61 Mio. €
2017------------------------------------------rund 0,70 Mio. €
2018------------------------------------------rund 0,54 Mio. €
2019------------------------------------------rund 2,09 Mio. €
2020------------------------------------------ rund 2,59 Mio. €
2021------------------------------------------rund 4,22 Mio. €
2022------------------------------------------rund 5,04 Mio. €
2023------------------------------------------rund 5,95 Mio. €
2024------------------------------------------rund 3,32 Mio. €
2025 (voraussichtlich)----------------------rund 1.95 Mio. €
2026 (geplant)-------------------------------147.818 €

Die Werte für 2025 und 2026 sind eine Hochrechnung beziehungsweise ein Planwert.

Was bedeutet diese Entwicklung?

Bis Ende 2023 konnte Mantel seine allgemeinen Rücklagen auf fast sechs Millionen Euro aufbauen. Seitdem werden die Reserven in erheblichem Umfang reduziert.

Nach der aktuellen Planung würden die Rücklagen zwischen Ende 2023 und Ende 2026 um rund 97,5 Prozent zurückgehen. Von ursprünglich fast sechs Millionen Euro wären damit Ende 2026 nur noch rund 148.000 Euro vorhanden.

Die für 2026 berechnete gesetzliche Mindestrücklage liegt bei rund 66.261 Euro. Somit verblieben lediglich rund 81.600 Euro oberhalb dieses Mindestbetrags.

Das bedeutet nicht, dass die Gemeinde zahlungsunfähig wäre. Allerdings stehen künftig deutlich weniger angesparte Mittel zur Verfügung, um unerwartete Kosten oder zusätzliche Vorhaben zu finanzieren.

Was ist mit den Sonderrücklagen?Neben der allgemeinen Rücklage gibt es eine gesonderte Rücklage für die Abwasserentsorgung.

Rücklagenart-------------------Geplanter Stand Ende 2026
Allgemeine Rücklage---------------------------147.818 €
Sonderrücklage Abwasser----------------------385.858 €

Diese Gelder dürfen nicht einfach als frei verfügbares Sparguthaben zusammengerechnet werden.

Die Sonderrücklage dient insbesondere dem Ausgleich von Gebührenschwankungen bei der Abwasserentsorgung. Sie steht nicht für beliebige andere Gemeindeprojekte zur Verfügung.

Gerade deshalb ist die Entwicklung der allgemeinen Rücklage für die zukünftige finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde besonders wichtig.

3. Wie viel Geld bleibt aus dem laufenden Haushalt für Investitionen?

Neben den Rücklagen ist eine weitere Kennzahl interessant: die sogenannte Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt.

Was bedeutet das? Aus dem laufenden Haushalt bezahlt die Gemeinde beispielsweise Personal, Unterhalt und den Betrieb öffentlicher Einrichtungen. Wenn die laufenden Einnahmen höher sind als die laufenden Ausgaben, können Mittel in den Investitionshaushalt übertragen werden.

Vereinfacht gesagt: Wie viel Geld kann Mantel aus seinem laufenden Haushalt für Investitionen und Schuldentilgungen bereitstellen?

Jahr--------------------Zuführung zum Investitionshaushalt
2016---------------------------------------------------rund 1,62 Mio. €
2017---------------------------------------------------rund 1,25 Mio. €
2018---------------------------------------------------rund 0,95 Mio. €
2019---------------------------------------------------rund 1,36 Mio. €
2020---------------------------------------------------rund 1,30 Mio. €
2021---------------------------------------------------rund 1,17 Mio. €
2022---------------------------------------------------rund 1,14 Mio. €
2023---------------------------------------------------rund 1,61 Mio. €
2024---------------------------------------------------rund 644.481 €
2025 (Hochrechnung)------------------------------------307.900 €
2026 (geplant)-----------------------------------------593.700 €

Was sagen uns diese Zahlen?

Während Mantel 2023 noch rund 1,61 Millionen Euro aus dem laufenden Haushalt für Investitionen und Tilgungen bereitstellen konnte, waren es 2024 nur noch rund 644.000 Euro.

Für 2025 wird mit etwa 308.000 Euro gerechnet. Im Haushalt 2026 sind wieder rund 594.000 Euro vorgesehen. Damit verbessert sich der Ansatz gegenüber 2025, bleibt aber deutlich unter dem Niveau mehrerer früherer Jahre.

Aus diesen Mitteln müssen auch die regulären Kredittilgungen finanziert werden. Für 2026 sind rund 74.150 Euro vorgesehen.

Die Gemeinde kann diese Tilgung nach aktueller Planung aus dem laufenden Haushalt erwirtschaften. Für die umfangreichen darüber hinausgehenden Investitionen werden allerdings zusätzlich Fördermittel, Rücklagen und neue Kredite benötigt.

Die Entwicklung zeigt: Während die Rücklagen deutlich sinken, steht aus dem laufenden Haushalt derzeit weniger Geld für Investitionen zur Verfügung als in mehreren vergangenen Jahren.

4. Wofür möchte Mantel bis 2029 investieren?

Im Finanz- und Investitionsprogramm sind zahlreiche Bauprojekte und Anschaffungen vorgesehen. Die folgenden Tabellen zeigen wesentliche Maßnahmen und die hierfür eingeplanten Fördermittel beziehungsweise sonstigen Einnahmen.

Wichtig: Die Beträge beziehen sich auf die Haushalts- und Finanzplanung 2026 bis 2029. Bei mehrjährigen Projekten können bereits vorher Kosten entstanden sein oder nach 2029 weitere Ausgaben anfallen.

Fördergelder sind außerdem nicht automatisch bereits ausgezahlt oder endgültig bewilligt.

Sportstätten und Gemeindeentwicklung

Projekt------------------------------------Geplante Ausgaben---------------------Geplante Fördermittel----------------Rechnerischer Rest
Sporthalle / Gemeindezentrum----------------3.900.000 €------------------------------------2.685.400 €------------------------------1.214.600 €
Neugestaltung Marktplatz----------------------2.925.000 €-------------------------------------906.600 €--------------------------------2.018.400 €
Gasthaus „Zur Post“-----------------------------1.000.000 €-------------------------------------739.200 € --------------------------------260.800 €
Etzenrichter Straße 1 -----------------------------250.000 €--------------------------------------150.000 €--------------------------------100.000 €
Städtebauförderung / Fassadenprogramm----1.120.000 €-------------------------------------696.000 €--------------------------------424.000 €

Der rechnerische Rest ergibt sich aus den geplanten Ausgaben abzüglich der dargestellten Fördermittel. Er ist eine erste Orientierung, keine endgültige Abrechnung oder gesichert feststehende Eigenbelastung.

Gerade bei der Sporthalle zeigt sich, wie wichtig es ist, Fördermittel zu berücksichtigen. Den geplanten Ausgaben von 3,9 Millionen Euro stehen rund 2,69 Millionen Euro an erwarteten Zuschüssen gegenüber.

Beim Marktplatz bleibt nach Abzug der eingeplanten Förderungen ein deutlich höherer Betrag übrig. Für das Gasthaus „Zur Post“ sind in den Jahren 2027 und 2028 jeweils 500.000 Euro eingeplant. Hier wird entscheidend sein, ein konkretes Nutzungskonzept und eine ausreichende Planungsreife zu schaffen.

Feuerwehr, Schule und Digitalisierung

Projekt-------------------------------------------Geplante Ausgaben-----------------Geplante Fördermittel--------------Rechnerischer Rest
Feuerwehrhaus nur 2026---------------------------------777.200 €----------------------------------524.200 €-----------------------------253.000 €
Feuerwehrfahrzeuge / Ausstattung nur 2026----------450.000 €----------------------------------104.700 €-----------------------------345.300 €
Erweiterung Ganztagesbetreuung-----------------------400.000 €----------------------------------204.000 €-----------------------------196.000 €
Breitbandversorgung-------------------------------------3.769.100 €--------------------------------3.315.700 €-----------------------------453.400 €

Der Breitbandausbau ist ein gutes Beispiel dafür, weshalb nicht nur die Gesamtausgaben betrachtet werden sollten. Von rund 3,77 Millionen Euro an geplanten Ausgaben sollen nach der dargestellten Finanzplanung etwa 3,32 Millionen Euro durch Fördermittel finanziert werden.

Auch beim Feuerwehrhaus und bei der Erweiterung der Ganztagesbetreuung sind Zuschüsse berücksichtigt.

Straßen, Kanal und weitere Infrastruktur

Projekt / Maßnahme---------------------------------------------------Geplante Ausgaben--------------------------Geplante Einnahmen
Gemeindestraße Ossangerweg (Ansatz 2026)-----------------------------------851.500 €---------------------31.200 € allgemeine Investitionszuweisungen
Straßenbeleuchtung Ossangerweg------------------------------------------------45.000 €---------------------------------keine gesondert ausgewiesen
Kanalmaßnahmen Ossangerweg--------------------------------------------------125.600 €--------------------------------keine gesondert ausgewiesen
Kanalmaßnahmen Dianastraße---------------------------------------------------102.100 €---------------------------------keine gesondert ausgewiesen
Kanal Hüttener Straße, Bauabschnitte I–III------------------------------------2.750.000 €--------------------1.040.600 € geplante Verbesserungsbeiträge
Abwasserpumpen 2026–2029----------------------------------------------------200.000 €--------------------------------keine gesondert ausgewiesen

Bei den allgemeinen Investitionszuweisungen für Gemeindestraßen handelt es sich nicht ausschließlich um Fördermittel für den Ossangerweg.

Die geplanten Verbesserungsbeiträge bei der Hüttener Straße sind keine staatliche Förderung, sondern vorgesehene Einnahmen im Zusammenhang mit den Abwasseranlagen.

Weitere Investitionen

Projekt----------------------------------------------------------Geplante Ausgaben-----------------------------Geplante Einnahmen
Kirchliche Außenanlagen und Pfarrheim 2026–2027--------------355.000 €--------------------------216.000 € Förder- und Zuweisungseinnahmen
Bauhof-Fuhrpark 2026-------------------------------------------------416.600 €---------------------------37.100 € Verkaufserlöse / Inzahlungnahmen
Bauhof – Gebäude und Ausstattung 2026----------------------------56.000 €--------------------------------------keine gesondert ausgewiesen
Spielplatzgeräte 2026–2029--------------------------------------------23.600 €--------------------------------------keine gesondert ausgewiesen

Diese Tabellen enthalten ausgewählte Maßnahmen. Sie ersetzen nicht das vollständige Investitionsprogramm.

Bei allen Projekten müssen neben den Bau- und Anschaffungskosten auch die langfristigen Ausgaben für Betrieb, Unterhalt und Instandhaltung berücksichtigt werden.

5. Wie viele neue Kredite sollen aufgenommen werden?

Neben den geplanten Investitionen zeigt der Finanzplan, dass Mantel in den kommenden Jahren weitere Kredite aufnehmen möchte.

Haushaltsjahr-------------Geplante neue Kredite
2026----------------------------------1.170.000 €
2027----------------------------------1.740.000 €
2028----------------------------------1.540.000 €
2029----------------------------------690.000 €
Gesamt-----------------------------5.140.000 €

Die 5,14 Millionen Euro sind die geplanten neuen Kreditaufnahmen und nicht der endgültige Schuldenstand. Bereits vorhandene Kredite werden weiter getilgt, während neue Kredite hinzukommen.

Mit neuen Krediten entstehen langfristige Verpflichtungen für Zinsen und Rückzahlungen. Hinzu kommen spätere Kosten für den Unterhalt und Betrieb der neu geschaffenen Infrastruktur.

6. Wie entwickelt sich unsere Bevölkerung?

Neben den Finanzen sollte auch die Bevölkerungsentwicklung eine wichtige Grundlage der langfristigen Investitionsplanung sein.

Innerhalb von 20 Jahren ist die Einwohnerzahl von 2006 2.993 Einwohner damit bis 2026 um 217 Personen gesunken.

Die Altersstruktur verändert sich

Der Haushaltsvorbericht enthält einen Vergleich der Altersstruktur aus den Jahren 1987, 2011 und 2022.

Dabei zeigt sich, dass die Zahl älterer Menschen langfristig deutlich gestiegen ist. Besonders die Altersgruppen der 50- bis 65-Jährigen sowie der über 65-Jährigen haben gegenüber 1987 zugenommen.

In jüngeren Altersgruppen zeigt sich dagegen kein vergleichbarer langfristiger Zuwachs.

Die Altersstruktur verändert sich – und mit ihr möglicherweise auch die Bedürfnisse unserer Bevölkerung.

Was bedeutet das für die Zukunft Mantels?

Diese Entwicklung wirft wichtige Fragen auf:

  • Wie schaffen wir passende Wohnmöglichkeiten für ältere Menschen, beispielsweise betreutes Wohnen?
  • Wie bleibt Mantel für junge Familien und junge Erwachsene attraktiv?
  • Welche Möglichkeiten haben Jugendliche, ihre Freizeit außerhalb von Vereinen zu gestalten?
  • Welche Infrastruktur benötigen wir für eine älter werdende Bevölkerung?
  • Wie können wir langfristig Einwohner halten und neue gewinnen?

Das verdeutlicht, dass Wohnen, Verkehr, Gewerbe, Arbeitsplätze und öffentliche Einrichtungen gemeinsam betrachtet werden sollten.

7. Haushaltsberatung – warum nicht mit dem gesamten Marktgemeinderat?

Der Haushaltsentwurf wurde am 20. August 2026 im Haupt-, Finanz- und Personalausschuss vorberaten.

Nach den Sitzungsbeobachtungen der Bürgerliste konnten sich dort allerdings nur die Mitglieder dieses Ausschusses aktiv an der Beratung beteiligen.

Eine vergleichbare gemeinsame Vorberatung mit dem gesamten Marktgemeinderat fand nicht statt. Aus Sicht der Bürgerliste ist dies bedauerlich.

Schließlich entscheidet am Ende der gesamte Marktgemeinderat über den Haushalt und trägt gemeinsam die politische Verantwortung für dessen Auswirkungen.

Gerade bei umfangreichen Investitionen, nahezu aufgebrauchten Rücklagen und zusätzlichen Krediten wäre es wichtig, frühzeitig gemeinsam über Ziele, Prioritäten und die langfristige Finanzierbarkeit zu sprechen.

8. Diskussion über Personal und Stellenplan

Max Heindl (Bürgerliste) stellte mehrere Fragen zum Haushalt, die von Kämmerin Frau Fütterer beantwortet wurden. Er bedankte sich ausdrücklich für ihre fachlich fundierte und umfangreiche Arbeit.

Personalkosten steigen um 21,4 ProzentEin wichtiger Punkt in den ergänzenden Haushaltsnotizen waren die steigenden Personalkosten. Die Gemeinde plant damit 2026 mit 1,47Mio Euro rund 259.000 Euro mehr für Personal ein als im Vorjahr. Bürgermeister Kammerer bestätigte dass es sich dabei nicht um neue Stellen handelt sondern um Zahlungen die noch an bestehende Mitarbeiter geleistet werden müssen.

Höherbewertung einer BeamtenstelleMax Heindl stellte einen weiterführenden Antrag, die vorgesehene Höherbewertung einer Beamtenstelle von A11 auf A12 aus dem Stellenplan zu streichen. Er begründete dies damit, dass dem Marktgemeinderat keine ausreichenden Unterlagen vorlägen, um diese Entscheidung fachlich nachvollziehen zu können.

Insbesondere fehle eine Stellenbeschreibung, aus der die zusätzlichen Aufgaben und Verantwortlichkeiten hervorgingen, die eine Höherbewertung rechtfertigen würden.

Der Antrag wurde mit 7 zu 5 Stimmen angenommen.

CSU-Marktgemeinderat Christoph Müller hinterfragte daraufhin, weshalb die neu vorgesehene Stelle im Bauwesen nicht ebenfalls gestrichen worden sei. Max Heindl erläuterte, dass ein zusätzlicher Mitarbeiter angesichts der zahlreichen kommunalen Bauprojekte dringend benötigt werde. Sollte bereits gegen Jahresende eine geeignete Person gefunden werden, müsse die Gemeinde die Möglichkeit haben, diese einzustellen.

Der entsprechend angepasste Stellenplan wurde anschließend einstimmig genehmigt.

Weitere Fragen zu laufenden Ausgaben

Schulreinigung: Für die Reinigung der Grundschule einschließlich Turnhalle wurden Kosten von rund 60.685 Euro betrachtet. Dabei stellte sich die Frage, ob eigenes Personal unter Umständen wirtschaftlicher wäre als eine externe Vergabe.

Sonderrücklagen: Ein weiterer Prüfungspunkt war die Trennung zwischen allgemeinen Rücklagen und der zweckgebundenen Sonderrücklage der Abwasserentsorgung.

Diese Punkte zeigen, dass neben großen Bauprojekten auch die Entwicklung der laufenden Kosten und deren wirtschaftliche Gestaltung eine wichtige Rolle spielen.

9. Diskussion über die Sportstätten

Reinhold Meier (Bürgerliste) sprach die geplante Sanierung beziehungsweise Umgestaltung des Gemeindezentrums an.

Er berichtete, dass selbst der Architekt die vorgesehene Lösung gegenüber der bisherigen Mehrzweckhalle als Rückschritt bezeichnet habe, weil künftig nur noch eine Sportstätte zur Verfügung stehen würde.

Meier erklärte deshalb, dass er unter diesen Voraussetzungen keiner weiteren Ausschreibung für die Mehrzweckhalle zustimmen werde.

Siegfried Janner (Bürgerliste) verwies auf die erheblichen finanziellen Verpflichtungen und gab zu bedenken, dass rund fünf Millionen Euro an geplanten neuen Kreditaufnahmen eine beträchtliche Summe darstellten und das bei bestehenden Bauprojekten die tatsächlichen Kosten weit über den geplanten Kosten lägen. Bürgermeister Kammerer entgegnete das die Kosten rein durch die schwierige Lage wie z.B. Corona gestiegen seien.

10. Bürgerliste hinterfragt die langfristige Entwicklung Mantels

Vanessa Brüderer (Bürgerliste) bedankte sich ebenfalls ausdrücklich bei Kämmerin Frau Fütterer für den fachlich sehr gut ausgearbeiteten Haushalt.

Ihre Kritik richtete sich nicht gegen die Arbeit der Kämmerei, sondern gegen die Ausrichtung des Finanz- und Investitionsplans. Sie stellte die grundsätzliche Frage, nach welchen Kriterien die verschiedenen Projekte in den vergangenen Jahren priorisiert worden seien.

Welche langfristigen Ziele verfolgen wir für Mantel? Warum werden bestimmte Projekte umgesetzt, während andere Wünsche der Bevölkerung im Investitionsprogramm kaum berücksichtigt werden?

Als Beispiele nannte Brüderer das betreute Wohnen sowie fehlende Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene. Gerade das betreute Wohnen sei ein seit Langem bestehender Wunsch aus der Bevölkerung. Auch für junge Menschen müsse es Möglichkeiten geben, sich außerhalb klassischer Vereinsstrukturen zu treffen und ihre Freizeit zu gestalten. Nicht jeder junge Erwachsene möchte Mitglied eines Vereins sein. Ein Jugendheim oder Jugendtreff könnte daher eine wichtige Ergänzung darstellen.

Brüderer betonte, dass die Bevölkerung nachvollziehen können müsse, warum bestimmte Projekte ausgewählt werden und welchen Mehrwert diese für Mantel schaffen.

CSU-Marktgemeinderat Christoph Müller entgegnete daraufhin, dass jeder Bürger, der durch Mantel gehe, anhand der Baustellen den Mehrwert erkennen könne.

Diese Aussage führte zu Unruhe unter den Zuhörern. Bürgermeister Richard Kammerer sprach daraufhin eine symbolische gelbe Karte aus und kündigte an, bei weiteren Störungen auch eine rote Karte zu ziehen und gegebenenfalls den Sitzungssaal räumen zu lassen.

11. Eine gemeinsame Zukunftsstrategie für Mantel 2030/2035

Vanessa Brüderer verwies anschließend auf die Gemeinde Weiherhammer, wo bereits eine erste gemeinsame Beratung zum Haushalt 2027 stattgefunden habe.

Eine vergleichbare frühzeitige und strukturierte Zusammenarbeit wünsche sie sich auch für Mantel. Aus ihrer Sicht sei in den vergangenen Jahren der gemeinsame Blick auf die langfristige Entwicklung der Gemeinde verloren gegangen.

Es fehle eine erkennbare gemeinsame Vorstellung davon, wo Mantel in den Jahren 2030 und 2035 stehen solle.

Daher regte sie an, dass sich alle Fraktionen frühzeitig zusammensetzen und gemeinsam nachvollziehbare Kriterien für zukünftige Investitionen erarbeiten.

Mögliche Kriterien wären beispielsweise:

  • Dringlichkeit und Notwendigkeit
  • Nutzen für die Bevölkerung
  • Langfristiger Mehrwert für Mantel
  • Gesamtkosten einschließlich späterer Unterhaltung
  • Fördermöglichkeiten und finanzielle Tragbarkeit

Diese Kriterien könnten anschließend auch gegenüber der Bevölkerung transparent dargestellt und bei einer Bürgerversammlung vorgestellt werden. Ziel sei es, die Entwicklung Mantels gemeinsam zu gestalten und Investitionen nachvollziehbar zu priorisieren.

12. Zukunft des Gasthauses „Zur Post“

Max Heindl (Bürgerliste) sprach erneut die Zukunft des Gasthauses „Zur Post“ an.

Er kritisierte, dass die für 2027 und 2028 vorgesehenen Mittel von insgesamt rund einer Million Euro allein nicht ausreichen würden, wenn nicht gleichzeitig die Planungen konsequent vorangebracht würden.

Heindl erinnerte daran, dass sämtliche politischen Gruppierungen das Projekt im Wahlkampf aufgegriffen hätten.Es müsse endlich eine ausreichende Planungsreife erreicht werden. Andernfalls drohe das Gebäude weiter zu verfallen, sodass irgendwann möglicherweise sogar ein Bauzaun zur Sicherung notwendig werde.

Der Zweite Bürgermeister entgegnete, dass im Rathaus bereits Gespräche zur Zukunft des Anwesens und zu möglichen Kosten stattgefunden hätten. Die Bürgerliste ist über diese Gespräche nicht informiert worden und habe sich deshalb nicht in die Überlegungen einbringen können.

13. Abstimmungsergebnisse zum Haushalt

Beschluss----------------------------------------------------------------Ergebnis
Antrag zur Streichung der Höherbewertung A11 auf A12---------7 dafür, 5 dagegen
Angepasster Stellenplan 2026-------------------------------------------Einstimmig
Investitionsprogramm 2025–2029---------------------------------11 dafür, 1 dagegen
Finanzplan 2025–2029----------------------------------------------11 dafür, 1 dagegen
Haushaltssatzung und Gesamthaushalt 2026-------------------------Einstimmig

Die Gegenstimme beim Investitionsprogramm und Finanzplan kam von Vanessa Brüderer (Bürgerliste). Ihre Kritik bezog sich auf die Priorisierung und die fehlende langfristige Entwicklungsstrategie, nicht auf die fachliche Ausarbeitung des Haushalts durch die Kämmerei.

 

TOP 88 – Haushalt der katholischen Kirchenstiftung St. Peter und Paul

Kämmerin Frau Fütterer stellte den Haushaltsplan 2026 für die Kindertagesstätte St. Elisabeth vor. Träger der Einrichtung ist die katholische Kirchenstiftung St. Peter und Paul Mantel.

Die wichtigsten Ansätze für 2026:

Haushaltsposition---------------------------------------------------Betrag
Öffentliche Mittel und Zuschüsse------------------------------------1.345.000 €
Elternbeiträge und sonstige Betriebseinnahmen--------------------105.000 €
Spenden und weitere Einnahmen---------------------------------------8.000 €
Personalausgaben------------------------------------------------------1.398.600 €
Verwaltungsaufwendungen-------------------------------------------35.204,95 €
Gebäude- und Betriebskosten------------------------------------------54.500 €
Anschaffungen und Investitionen--------------------------------------8.000 €
Ausgaben für Betreuung------------------------------------------------14.000 €
Geplanter Fehlbetrag---------------------------------------------52.304,95 €

Besonders die Personalausgaben mit knapp 1,4 Millionen Euro bilden einen erheblichen Kostenblock.

Der Fehlbetrag von rund 52.305 Euro ist nicht automatisch mit dem gesamten finanziellen Zuschuss des Marktes Mantel gleichzusetzen, da die Finanzierung aus verschiedenen öffentlichen Mitteln und weiteren Einnahmen besteht.

Max Heindl (Bürgerliste) betonte die große Bedeutung der Kinderbetreuung. Kinder seien die Grundlage für die Zukunft, weshalb Investitionen in ihre Betreuung und Entwicklung besonders wichtig seien.

Der Stellenplan konnte aufgrund nicht anonymisierter personenbezogener Angaben nicht öffentlich im Detail vorgestellt werden.

Der Haushalts- und Stellenplan wurde einstimmig genehmigt.

 

TOP 89 – Erneute Änderung der Geschäftsordnung

Bereits in der vorherigen Sitzung hatte der Marktgemeinderat eine neue Geschäftsordnung beschlossen. Nun wurde erneut eine Änderung der finanziellen Entscheidungsbefugnisse des Ersten Bürgermeisters behandelt.

Hintergrund waren unterschiedliche Wertgrenzen innerhalb des § 12 Abs. 2 Nr. 2 der Geschäftsordnung. Für die Bewirtschaftung von Haushaltsmitteln war unter Buchstabe a bereits eine Grenze von 17.000 Euro vorgesehen. Unter Buchstabe d lag die Grenze für bestimmte weitere Handlungen und Rechtsgeschäfte mit finanziellen Auswirkungen dagegen bei 11.000 Euro.

Bürgermeister Richard Kammerer erklärte, dass sich diese beiden Fälle im Verwaltungsalltag häufig nur schwer eindeutig voneinander unterscheiden ließen.

Er schlug deshalb vor, auch die Grenze unter Buchstabe d auf 17.000 Euro anzuheben.

Zur Begründung verwies er auf eine Rücksprache mit einer Vertreterin des Bayerischen Gemeindetags. Demnach würden häufig Orientierungswerte von sechs bis acht Euro je Einwohner angesetzt.

Max Heindl (Bürgerliste) entgegnete, dass es sich hierbei lediglich um Empfehlungen und nicht um verbindliche Vorgaben handle. Er sprach sich dafür aus, die beiden Grenzen einheitlich auf 11.000 Euro festzulegen. Bereits bei der vorherigen Beratung hatte sich die Bürgerliste für niedrigere Betragsgrenzen ausgesprochen.

Die Dritte Bürgermeisterin unterstützte den Vorschlag von Richard Kammerer und stellte einen entsprechenden weiterführenden Antrag für 17.000 Euro.

Der Antrag wurde gegen fünf Stimmen angenommen: vier Gegenstimmen der Bürgerliste und eine Gegenstimme von Stefan Lippik (FWG).

Damit wurde die Entscheidungsgrenze unter Buchstabe d von 11.000 Euro auf 17.000 Euro angehoben. Die Änderung erweitert die eigenständige Entscheidungskompetenz des Ersten Bürgermeisters für die davon erfassten Angelegenheiten.

Für andere Sachverhalte, beispielsweise überplanmäßige Ausgaben, Forderungsverzichte und Zuschüsse, gelten weiterhin gesonderte Grenzen und Voraussetzungen.

 

TOP 90 – Bürgerversammlung am 26. November 2026

Die Bürgerliste zog ihren Antrag auf Abhaltung einer Bürgerversammlung zurück, nachdem Bürgermeister Richard Kammerer inzwischen den 26. November 2026 als Termin festgelegt hatte.

Die Bürgerliste hatte bereits seit der konstituierenden Sitzung wiederholt nach einem Termin gefragt. Da zunächst keine konkrete Terminankündigung erfolgte, bereitete sie vor der Sommerpause ein entsprechendes Schreiben vor.

Nachdem auch in der ersten Sitzung nach der Sommerpause kein Termin genannt worden war, wurde das Schreiben am 10. September 2026 an Bürgermeister Kammerer übergeben.

Mit der inzwischen erfolgten Terminankündigung war das Anliegen erfüllt und der Antrag konnte zurückgezogen werden.

 

TOP 91 – Rechnungsprüfungsausschuss

Im Rechnungsprüfungsausschuss war die Bestellung eines weiteren Vertreters für die CSU-Fraktion erforderlich.

Hintergrund war die bisher vorgesehene Doppelvertretung durch Christoph Müller für zwei Ausschussmitglieder. Nach Auskunft der Rechtsaufsichtsbehörde war diese Doppelvertretung nicht zulässig.

Deshalb musste eine weitere Stellvertretung benannt werden.

 

TOP 92 – Anfragen aus dem Gremium

Private Veranstaltungen im Feuerwehrhaus

Vanessa Brüderer (Bürgerliste) erkundigte sich, unter welchen Voraussetzungen das Feuerwehrhaus für private Veranstaltungen genutzt werden dürfe.

Bürgermeister Kammerer erklärte, dass Feuerwehrkameraden nach entsprechender Absprache dort Veranstaltungen abhalten könnten. Die Frage, wie bei solchen Nutzungen die Kosten für Strom, Wasser und Heizung abgerechnet beziehungsweise übernommen werden, blieb offen.

Bauplatzvergabe und Warteliste im Schlossäcker

Vanessa Brüderer (Bürgerliste) berichtete von der Anfrage eines Bürgers, der nach eigenen Angaben weiterhin auf der Warteliste für einen Bauplatz im Gebiet Schlossäcker stehe.

Dieser habe sich darüber gewundert, dass Grundstücke neu vergeben werden konnten, obwohl er selbst noch auf der Warteliste geführt werde.

Brüderer kritisierte, dass der Marktgemeinderat über die vorhandene Warteliste nicht ausreichend informiert worden sei. Sie hinterfragte, wie Grundstücke an andere Interessenten vergeben werden könnten, solange noch eine bestehende Warteliste vorhanden sei.

Zudem wollte sie wissen, wie viele Interessenten derzeit noch auf dieser Liste stehen.

Sie regte an, die eingetragenen Personen erneut zu kontaktieren, um deren tatsächliches Interesse an einem Bauplatz zu ermitteln. Auf dieser Grundlage könne die Gemeinde besser beurteilen, ob die Planung eines weiteren Baugebiets sinnvoll sei.

Bürgermeister Kammerer hatte in einer früheren Besprechung erklärt, dass aufgrund gestiegener Baukosten derzeit nur geringes Interesse an einem neuen Baugebiet bestehe.

Reinhold Meier (Bürgerliste) ergänzte die Diskussion mit dem Hinweis auf die bestehenden Baulücken. Nach seiner Einschätzung gebe es rund 75 unbebaute Grundstücke.

Bürgermeister Kammerer erklärte, dass er regelmäßig mit Grundstückseigentümern im Gespräch sei. Viele seien jedoch weiterhin nicht zum Verkauf bereit. In jüngerer Zeit seien dennoch einige Baulücken geschlossen worden.

Stellungnahmen zur Situation im Rathaus

Vanessa Brüderer (Bürgerliste) sprach erneut die öffentlichen Stellungnahmen des Zweiten und der Dritten Bürgermeisterin zur Situation im Rathaus an.

Sie erinnerte daran, dass vor der Sommerpause angekündigt worden sei, zunächst Gespräche zu führen und anschließend die Bevölkerung zu informieren. Die damaligen öffentlichen Aussagen stünden aus ihrer Sicht weiterhin im Raum, da bislang keine öffentliche Klarstellung oder abschließende Einordnung erfolgt sei.

Zweiter Bürgermeister Friedrich Janner erklärte, dass inzwischen mehrere Gespräche stattgefunden hätten. Diese seien jedoch vertraulich gewesen, weshalb er keine Inhalte öffentlich machen werde. Sollte er es für notwendig halten, werde er sich erneut an die Öffentlichkeit wenden.

Die Dritte Bürgermeisterin Frau Fuhrmann schloss sich seinen Ausführungen an.

Kritik an der öffentlichen Berichterstattung

Vanessa Brüderer (Bürgerliste) kritisierte die aus ihrer Sicht unzureichende Berücksichtigung der Bürgerliste in der Berichterstattung über die Marktgemeinderatssitzungen.

Sie führte aus, dass regelmäßig zahlreiche Fragen, Anträge und Diskussionsbeiträge von Mitgliedern der Bürgerliste eingebracht würden, diese jedoch in den anschließenden Berichten häufig wenig Erwähnung fänden.

Gerade wenn ein wesentlicher Teil der Diskussion von der Bürgerliste ausgehe, müsse sich dies auch in der Berichterstattung angemessen widerspiegeln.

Als konkretes Beispiel nannte sie die Sitzung vom 10. September 2026. Da bei dieser Sitzung keine Pressevertretung anwesend gewesen sei, sei die öffentliche Niederschrift anschließend an die Presse übermittelt worden.

Darin sei eine zweiseitige Stellungnahme der Bürgerliste vollständig wiedergegeben worden. Im veröffentlichten Bericht des Marktblatts sei diese jedoch mit keinem Wort erwähnt worden.

Brüderer betonte, dass eine ausgewogene Berichterstattung die wesentlichen Positionen und Diskussionsbeiträge aller Fraktionen berücksichtigen und auch kritische Fragen aufgreifen sollte.

Bürgermeister Kammerer sagte zu, sich um das Anliegen zu kümmern.

Raum für Fraktionssitzungen

Max Heindl (Bürgerliste) fragte erneut nach, wann der Bürgerliste ein geeigneter Raum für ihre Fraktionssitzungen zur Verfügung gestellt werde.

Bayern-WLAN am Marktplatz

Siegfried Janner (Bürgerliste) erkundigte sich nach dem aktuellen Stand des geplanten Bayern-WLAN am Marktplatz. Er erklärte, dass die notwendige Antenne bereits seit mehreren Jahren auf seinem Dach installiert sei, das WLAN-Angebot aber weiterhin nicht in Betrieb genommen worden sei.

Bürgermeister Kammerer entgegnete, dass Janner bereits schriftlich über die Situation informiert worden sei.

Geplante Biovergärungsanlage

Reinhold Meier (Bürgerliste) fragte nach dem aktuellen Stand der geplanten Biovergärungsanlage und regte eine erneute öffentliche Vorstellung an.

Bürgermeister Kammerer erklärte, dass das Projekt bereits in der vergangenen Wahlperiode vorgestellt worden sei. Die Investoren hätten nach seinem Kenntnisstand bereits erhebliche finanzielle Mittel in die Planung investiert. Derzeit gehe er jedoch davon aus, dass die Anlage möglicherweise nicht realisiert werde. Er sagte zu, den aktuellen Sachstand nochmals zu prüfen und anschließend Rückmeldung zu geben.

Reinhold Meier machte deutlich, dass er sich bei einer erneuten konkreten Realisierung des Vorhabens wieder in der Bürgerinitiative engagieren werde.

TOP 93 – Bekanntgaben und Hinweise des Ersten Bürgermeisters

Bürgermeister Richard Kammerer informierte über verschiedene laufende Maßnahmen, Veranstaltungen und Termine.

 

Straßenbau und Verkehr

Hüttener Straße: Informationen zur vorgesehenen beziehungsweise laufenden Asphaltierung.

Ortsumgehung und Kreisverkehr: Sachstand zur Ortsumgehung und zur Brücke im Bereich des Kreisverkehrs. Als geplanter Fertigstellungstermin wurde Ende 2029 genannt.

Straßensanierungen: Hinweis auf bereits durchgeführte Arbeiten zum Vergießen von Rissen in Fahrbahnen im Ortsgebiet

Ossangerweg: Informationen zur Druckprobe und den anschließenden Pflaster- und Schotterarbeiten. Nach der Bekanntgabe sollten die Arbeiten innerhalb von etwa 14 Tagen abgeschlossen sein.

 

Öffentliche Einrichtungen und Grünflächen

Containerplätze: Der Bürgermeister appellierte daran, die Containerstandorte sauber zu halten.

Friedhof: Informationen über die weitere Bearbeitung von Freiflächen und zusätzliche Stehlen.

Hundekot: Im Bereich Winteräcker komme es vermehrt zu Verschmutzungen durch Hundekot. Bei Bedarf könnten zusätzliche Hundekotbeutel zur Verfügung gestellt werden.

Häckselaktion: Hinweis auf die anstehende Häckselaktion.

Waldspielplatz Rupprechtsreuth: Der neue Spielplatzzug wurde von den Clubfreunden aufgebaut.

 

Bekanntgaben Vergaben der Sitzung vom 10.09.2026

Die vorzustellenden Vergaben der letzten Sitzung im Zusammenhang mit der Mehrzweckhalle konnten in dieser Sitzung nicht vorgestellt werden, da sie vergessen wurden und vom Bürgermeister noch nicht vorbereitet worden waren. Dies wird in der nächsten Sitzung nachgeholt.

 

Veranstaltungen und Termine

Kirchweih: Vom 23. bis 26. Oktober 2026 auf dem VfB-Sportplatz.

Weitere Marktgemeinderatssitzungen: 10. November und 15. Dezember 2026.

Ehrenamtstag: 17. November 2026.

 

Fazit der Bürgerliste Mantel

Die Marktgemeinderatssitzung vom 13. Oktober machte deutlich, vor welchen finanziellen, baulichen und gesellschaftlichen Herausforderungen Mantel steht.

Mit dem Haushalt 2026 werden umfangreiche Investitionen ermöglicht. Gleichzeitig wird ein großer Teil der vorhandenen Rücklagen aufgebraucht, während neue Kreditaufnahmen vorgesehen sind.

Für die Bürgerliste steht deshalb nicht die grundsätzliche Frage im Vordergrund, ob Mantel investieren soll, sondern welche Investitionen Vorrang haben, nach welchen Kriterien entschieden wird und wurde und welche langfristigen Ziele damit verfolgt werden.

Dazu gehört auch, die Bedürfnisse der Bevölkerung stärker in den Mittelpunkt zu stellen.

Neben Straßen, Gebäuden und kommunaler Infrastruktur müssen auch die zukünftigen Anforderungen von Kindern, Jugendlichen, Familien und älteren Menschen berücksichtigt werden.

Die Bürgerliste setzt sich deshalb für eine gemeinsame Entwicklungsstrategie „Mantel 2030/2035“ ein.

Diese soll klare Ziele, transparente Prioritäten und eine langfristig tragfähige Finanzierung miteinander verbinden.

Wir wünschen uns eine frühzeitige Zusammenarbeit aller Fraktionen, nachvollziehbare Entscheidungen und eine offene Kommunikation gegenüber der Bevölkerung.

Denn ein Investitionsprogramm zeigt, wofür Geld ausgegeben werden soll. Eine gemeinsame Zukunftsstrategie muss zeigen, welches Mantel wir damit gestalten möchten.

Bürgerliste Mantel – Für Transparenz, Mitsprache und eine gemeinsame Zukunft unserer Gemeinde. Weil‘s um Mantel geht!