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Konstituierende Sitzung des Marktgemeinderates sorgt für Diskussionen

Konstituierende Sitzung des Marktgemeinderates sorgt für Diskussionen

Vereidigung der neuen Marktgemeinderatsmitglieder der Bürgerliste (links: Vanessa Brüderer, mitte: Max Heindl, rechts: Reinhold Meier)

von Bürgerliste Mantel
31.5.2026

Konstituierende Sitzung des Marktgemeinderates sorgt für Diskussionen

Die konstituierende Sitzung des neu gewählten Marktgemeinderates Mantel hat weit über den Sitzungssaal hinaus für Gesprächsstoff gesorgt. Die außergewöhnlich hohe Zahl an Zuhörern zeigte bereits während der Sitzung, wie groß das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an den ersten Entscheidungen des neuen Gemeinderates war.

Über die Sitzung berichtete Eva Seifried zunächst am 13.05.2026 bei Onetz / Oberpfalz Medien im Artikel.

Unter dem Titel: „Marktgemeinderat Mantel: Neue Mitglieder und wichtige Entscheidungen“: https://www.onetz.de/oberpfalz/mantel/marktgemeinderat-mantel-neue-mitglieder-wichtige-entscheidungen-id5370720.html

Eine weitere Berichterstattung erschien am 19.05.2026 im Marktblatt unter dem Titel:

„Viele Zuschauer bei der konstituierenden Sitzung des Marktgemeinderates Mantel“: https://www.marktblatt.com/ortsleben/viele-zuschauer-bei-der-konstituierenden-sitzung-des-marktgemeinderates-mantel

Die dort dargestellten Entscheidungen, insbesondere die Wahl der weiteren Bürgermeister sowie die Besetzung wichtiger Ämter und Funktionen, wurden in der Öffentlichkeit unterschiedlich bewertet und intensiv diskutiert.

Zu den öffentlichen Reaktionen zählt auch der nachfolgende Leserbrief von Christa Strempel, der ursprünglich in der Presse veröffentlicht wurde und mit freundlicher Genehmigung der Autorin auf unserer Homepage wiedergegeben wird.

Leserbrief von Christa Strempel

Erstveröffentlichung in der Tagespresse. Veröffentlichung auf unserer Homepage mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

„Bürger haben dieses abgekartete Spiel sofort durchschaut“

Zum Artikel „Abschiede, neue Mitglieder und erste Entscheidungen im Markt Mantel“ vom 19. Mai:

Was sich in der konstituierenden Sitzung des Marktgemeinderates in der Schulaula abgespielt hat, war eine bittere Lehrstunde in Sachen politischer Postenschacherei. Der Vorschlag der Bürgerliste, Vanessa Brüderer zur 2. Bürgermeisterin zu machen, war die einzig logische Konsequenz aus dem Wahlergebnis: 47 Prozent bei der Bürgermeisterwahl und phänomenale 1220 persönliche Stimmen bei der Marktratswahl – das drittbeste Gesamtergebnis überhaupt – waren ein unübersehbarer Auftrag der Bürger.

Dass die Fraktionen von CSU, Freien Wählern, SPD und AfD diesen glasklaren Wählerwillen eiskalt ignorierten, ist ein Schlag ins Gesicht der Wählerinnen und Wähler. Rechtliche Zulässigkeit hin oder her: Friedrich Janner wurde mit gerade mal 672 Stimmen bei der Marktratswahl zum 2. Bürgermeister und Daniela Fuhrmann mit mageren 501 Stimmen der Wähler zur 3. Bürgermeisterin erkoren. Dies zeigt aus meiner Sicht ein erschreckendes Defizit an demokratischer Anerkennung.

Besonders peinlich ist dabei die Rolle von SPD und FWG. Gefangen im strategischen Spielchen der CSU, merkten sie offenbar nicht einmal, wie sie sich als bereitwillige Mehrheitsbeschaffer vorführen ließen und geschlossen mit der CSU wählten. Hauptsache, der eigene Posten stimmt – der Wählerwille wird dafür gerne geopfert. Sie scheinen auch vergessen zu haben, dass in Zeiten einer absoluten CSU-Mehrheit im Marktgemeinderat eine solche Postenverteilung niemals zur Debatte gestanden hätte.

Das laute, unüberhörbare Murren der fast 100 Zuhörer in der Aula der Grundschule war die Quittung für diese Überheblichkeit der Macht. Die Bürger haben dieses abgekartete Spiel sofort durchschaut. Bleibt nur zu hoffen, dass die Bürgerliste sich von dieser Postenschieberei nicht beirren lässt. Mantel braucht jetzt erst recht eine Kraft, die schonungslos für Transparenz, Klarheit und echte Bürgernähe sorgt.

Christa Strempel, Mantel

Hinweis: Der Leserbrief gibt die persönliche Meinung der Autorin wieder.