Der Wählerwille? Offenbar zweitrangig.
Wir respektieren demokratische Entscheidungen – aber nachvollziehen können wir diese Entscheidung nicht.
In der konstituierenden Sitzung gestern wurde Vanessa Brüderer trotz 47 % bei der Bürgermeisterwahl und 1.220 Stimmen bei der Gemeinderatswahl nicht zur 2. Bürgermeisterin gewählt.
Für das Amt des 2. Bürgermeisters wurden Vanessa Brüderer und Friedrich Janner vorgeschlagen. Gewählt wurde Friedrich Janner mit 10 Stimmen. Vanessa Brüderer erhielt 4 Stimmen, zusätzlich gab es 1 ungültige Stimme. Bei der Gemeinderatswahl erhielt Friedrich Janner 672 Stimmen und liegt damit auf Platz 7 im Gremium.
Besonders schwer nachvollziehbar ist diese Entscheidung auch deshalb, weil Friedrich Janner selbst vor der Wahl in einem Zeitungsartikel vom 11.02.2026 sagte:
„Keiner von uns hatte ein wirkliches Interesse, Bürgermeister zu werden, und daher haben wir auch keinen Kandidaten aufgestellt.“
Für das Amt der 3. Bürgermeisterin wurde Daniela Fuhrmann mit 8 gültigen Stimmen und 7 ungültigen Stimmen gewählt. Sie erhielt bei der Gemeinderatswahl 501 Stimmen und liegt damit auf Platz 12.
Zum Vergleich: Friedrich Janner und Daniela Fuhrmann kommen gemeinsam auf 1.173 Stimmen. Vanessa Brüderer alleine erhielt 1.220 Stimmen.
Natürlich werden die weiteren Bürgermeister nicht direkt von den Bürgerinnen und Bürgern gewählt, sondern vom Marktgemeinderat. Aber genau dieser Marktgemeinderat wurde von den Bürgern gewählt und sollte deren Interessen vertreten - nicht parteipolitische Taktik oder persönliche Befindlichkeiten.
Besonders enttäuschend war für uns auch der Weg dorthin. Gesprächseinladungen unsererseits wurden über Wochen, bis auf von einer Gruppierung, immer noch nicht angenommen.
Aber eines können wir mit Überzeugung sagen: Wir können jeden Morgen beruhigt in den Spiegel schauen.
Weil wir ehrlich, offen und immer im Sinne der Bürger gehandelt haben. Ob das alle Beteiligten ebenfalls von sich behaupten können, muss jeder für sich selbst beantworten.
Trotz allem werden wir weiter mit voller Kraft für Mantel arbeiten.
Für Transparenz. Für ehrliche Politik. Und für eine Gemeinde, in der der Wille der Bürger zählt.
Wir sind gekommen, um zu bleiben.
Weil’s um Mantel geht.❤️